Nach dem Meeting beginnt das Vergessen
Einen Tag nach dem Meeting weiß niemand mehr genau, was vereinbart wurde. Warum das so ist und wie Sie Vereinbarungen festhalten.
Am Freitag war das Meeting. Alle haben genickt. Am Montag schickt eine Kollegin ein Angebot über zehn Lizenzen, ein anderer Kollege hatte zwanzig verstanden. Der Kunde ruft verwundert an.
Das Problem
Vereinbarungen aus Meetings verpuffen. Eine Studie von Microsoft unter 31.000 Beschäftigten in 31 Ländern zeigt, dass 55 Prozent die nächsten Schritte nach einem Meeting unklar finden. 56 Prozent tun sich schwer damit, zusammenzufassen, was ein Meeting eigentlich gebracht hat.
Die Folgen kennt jeder. Zwei Personen erinnern sich an unterschiedliche Vereinbarungen. Eine Zusage an einen Kunden bleibt liegen. Und es gibt ein neues Meeting, um herauszufinden, was im letzten beschlossen wurde.
Die Ursache
Das ist keine Schlamperei, so funktioniert unser Gedächtnis. Der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus zeigte schon 1885, wie schnell wir neue Informationen vergessen. Forschende der Universität Amsterdam wiederholten sein Experiment 2015 und fanden dasselbe Muster: Das meiste Vergessen passiert in den ersten Stunden. Danach geht es langsamer.
Was Sie nicht innerhalb einer Stunde festhalten, ist morgen eine Diskussion.
die Redaktion
Hinzu kommt, dass nach einem Meeting alle sofort zum nächsten weitergehen. Das Ausarbeiten der Vereinbarungen rutscht ans Ende des Tages oder auf morgen. Bis dahin ist ein großer Teil schon weg.
Die Lösung
- Halten Sie Vereinbarungen während oder direkt nach dem Meeting fest, solange sie noch frisch sind.
- Notieren Sie bei jeder Vereinbarung, wer was bis wann tut.
- Teilen Sie die Vereinbarungen sofort mit allen Teilnehmenden, damit sich alle an dasselbe erinnern.
Stiqqs schreibt während des Gesprächs mit. Direkt danach liegen die Zusammenfassung, die Vereinbarungen mit wer was tut und eine Follow-up-Mail bereit. Sie lesen alles durch, passen an, was nötig ist, und schicken es ab. Das dauert ein paar Minuten, keinen halben Tag.
Dasselbe gilt für Trainings
Die Vergessenskurve von Ebbinghaus gilt nicht nur für Vereinbarungen. Nach einem Training oder Workshop ist ohne Wiederholung der größte Teil innerhalb einer Woche weg. Kurze Wiederholungen in den Wochen danach sorgen dafür, dass das Wissen hängen bleibt und in der Praxis genutzt wird. Dafür haben wir Stiqqo entwickelt: Lernerfolg nach Trainings mit Stiqqo